Mainstream Jazz
35 - 0584192
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Rootless Tree

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Zusammenfassung

Still in the Woods – das ist Indie-Jazz. So unverkrampft wie tiefgründig. So energetisch und tanzbar wie filigran. So emotional bewegend wie komplex.

Erst im Herbst 2015 haben sich Anna Hauss (vocals), Robert Wienröder (piano, keys), Raphael Seidel (bass) und Jakob Hegner (drums) – vier junge, herausragende Musikstudierende aus drei Städten (Leipzig, Berlin Dresden) – zu Still in the Woods zusammengeschlossen. Was sie verbindet, ist ihre unbedingte Liebe zur Musik an sich und ein geradezu intuitives musikalisches Verstehen untereinander.

Freien Geistes, experimentierfreudig, offen gegenüber der großen Vielfalt musikalischer Stilmittel und abseits jeglicher Genre-Schubladen finden die vier Ausnahmemusiker auf Anhieb den “richtigen Ton”, eine gemeinsame, unverwechselbare Sprache, die den Funken überspringen lässt. Auf der Bühne und in der Interaktion mit ihrem begeisterten Publikum.

Und der Erfolg gibt ihnen recht – bereits im Frühjahr 2016 erscheint die EP In My Own Arms mit anschließender Tour durch Deutschland und die Niederlande. 2017 dann, neben der “Still Rootless-Tour” vor einer stetig wachsenden Fangemeinde, die außerordentlich erfolgreiche Crowdfunding- Kampagne zur Finanzierung ihres Album-Debüts, das Still in the Woods hier vorlegen:

ROOTLESS TREE – zwölf Eigenkompositionen, die sich in Dichte und Komplexität zu einem großen Ganzen fügen, das sich mit Fug und Recht Konzeptalbum nennen darf.

ROOTLESS TREE ist wie ein Buch mit sechs Kapiteln. Zu jedem Kapitel gehören bis zu drei Songs, die inhaltlich miteinander verbunden sind.

Der Titelsong (Rootless Tree) eröffnet die Geschichte - und das Thema dieses ersten Teils, das Gefühl ohne Halt oder Heimat „still rootless“ zu sein, zieht sich wie ein roter Faden durch alle weiteren Kapitel.

Dann geht es um Schlaflosigkeit: „still awake“ - wenn die Nacht kein Ende zu haben scheint, wachsen die Gedanken im eigenen Kopf zu Dämonen heran. Also erst einmal zurück in die echte Welt – aber dort entstehen auch echte Probleme. Vor allem mit den Menschen, die einem am nächsten stehen und sich manchmal doch so weit entfernt anfühlen: „still apart“.

Das vierte Kapitel befasst sich deshalb mit der (diesmal wacheren und realistischeren) Rückbesinnung auf sich selbst – „still searching“; die Suche nach dem, was man wirklich ist und will.

Dieser Spagat zwischen der gleichzeitigen Konzentration auf diese Fragen und einem gefühlvollen Umgang miteinander ist eine komplizierte Aufgabe, die einen in längst überwunden geglaubte Verhaltensmuster zurückwirft: „still a child“ in Kapitel Nummer fünf.

Im letzten Kapitel hält man kurz inne, doch da ist immer noch dieses Gefühl zwischen den Welten zu stehen, „still in between“ zu sein. Ob das ein Dauerzustand bleibt oder Entscheidungen getroffen werden, bleibt dann jedem selbst überlassen…

Titel
  • Rootless Tree
  • Black Hole
  • Dark Night
  • In Between
  • Lost in Thoughts
  • Bubbles
  • Small
  • Little Boxes
  • Playground
  • An Those Close to Him
  • Don't Walk Away
  • Behind Your Mind