Transrotor und in-akustik: Tonarmverkabelung mit AIR-Technologie
"Ich werde jetzt keinen Unterschied hören." Mit dieser Erwartung ging Dirk Räke von Transrotor in den Hörtest. Das Ergebnis überraschte ihn selbst: "Es war ganz klar hörbar."
Was dich in diesem Artikel erwartet
Wie kam es dazu, dass der renommierte Plattenspielerhersteller Transrotor seinen Tonarm TRA 9 mit der AIR-Technologie von in-akustik verkabelt? Welche Funktion hat das Tonarmkabel überhaupt bei der Übertragung des extrem empfindlichen Signals eines MM- oder MC-Tonabnehmers? Und weshalb ist gerade die AIR-Technologie für diese anspruchsvolle Anwendung besonders interessant?
In diesem Blogartikel werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Zusammenarbeit. Wir erklären, welche Bedeutung die Tonarmverkabelung für die analoge Wiedergabekette hat, warum Kapazität und Abschirmung bei Phonosignalen eine wichtige Rolle spielen und wie die AIR-Technologie mit ihrem Luftdielektrikum und der speziellen Leiterführung dabei ansetzt.
Und natürlich geht es um die entscheidende Frage: Was hat Dirk Räke beim Hörtest gehört, das ihn selbst überrascht hat? Im Interview spricht der Transrotor-Geschäftsführer über die Entstehung der Zusammenarbeit, die Anforderungen an eine hochwertige Tonarmverkabelung und seine persönlichen Erfahrungen mit der AIR-Technologie. Die Abbildungen zeigen den TRA 9 mit dem in-akustik AIR Pure Silver Tonarmkabel.
Wie Transrotor und in-akustik zusammengefunden haben
Transrotor und in-akustik verbindet ein ähnlicher Anspruch: technische Lösungen nicht nur zu entwickeln, sondern sie bis ins Detail zu perfektionieren.
Transrotor hat vor einigen Jahren begonnen, eine eigene Tonarmlinie zu entwickeln. Dabei setzt das Unternehmen auf ein bewährtes mechanisches Prinzip und entwickelt es konsequent weiter. Der Tonarm arbeitet mit einer klassischen kardanischen Lagerung und hochpräzisen japanischen Kugellagern, die individuell ausgewählt und eingestellt werden. Auch die Fertigung ist auf Präzision ausgelegt. Konstruktionsarbeit und die Bearbeitung der Komponenten erfolgen bei Transrotor im eigenen Haus.
Die AIR-Technologie von in-akustik setzt an einem anderen Punkt der analogen Wiedergabekette an: der elektrischen Verbindung zwischen Tonabnehmer und Phono-Vorstufe. Die Idee lag daher nahe, beide Ansätze zusammenzubringen.
Ein Tonarm – direkt mit dem in-akustik AIR-Kabel verbunden
Für die gemeinsame Lösung wird der Transrotor-Tonarm direkt mit dem in-akustik Referenz AIR Pure Silver verkabelt. Dabei beginnt die Verbindung nicht erst an einer Buchse. Die AIR-Verkabelung wird direkt in den Tonarm integriert und bis zu den externen Anschlüssen geführt. So entsteht eine durchgehende Signalverbindung ohne zusätzliche Steckverbindung innerhalb des Tonarms.
Der Tonarm wird dafür zu in-akustik gebracht und dort mit der speziellen AIR-Verkabelung ausgestattet. Das Ergebnis ist eine Kombination aus dem mechanisch präzise gefertigten Transrotor-Tonarm und der AIR-Technologie von in-akustik.
Die durchgängige Verkabelung und die aufwendige AIR-Konstruktion sind dabei kein Selbstzweck. Sie sollen das besonders empfindliche Phonosignal möglichst störungsarm und mit geringstmöglicher zusätzlicher Belastung bis zum Phono-Vorverstärker führen.
Präzision endet nicht am Tonarm
Die Kooperation zwischen Transrotor und in-akustik folgt damit einer gemeinsamen Idee: Wenn die einzelnen Komponenten einer analogen Wiedergabekette auf Präzision ausgelegt sind, sollte auch die Verbindung zwischen ihnen entsprechend konsequent ausgeführt sein.
Bei Transrotor betrifft das die mechanische Führung des Tonabnehmers. Bei in-akustik geht es um die elektrische Übertragung des daraus entstehenden Signals. Der direkte Einbau der AIR-Verkabelung führt beide Ansätze zusammen.
Handarbeit für eine besondere Verbindung
Die direkte Verkabelung eines Tonarms ist keine gewöhnliche Kabelkonfektion. Die feinen Leiter müssen durch den Tonarm geführt und anschließend in die AIR-Struktur eingebracht werden. Abschirmung, Anschlüsse und weitere Komponenten werden von Hand aufgebaut und sorgfältig geprüft.
Dieser Aufwand ist notwendig, um die konstruktiven Eigenschaften der AIR-Technologie auch innerhalb des Tonarms umzusetzen. So wird aus einem konfektionierten Kabel eine individuell auf den Tonarm abgestimmte Verbindung - vom Tonabnehmer bis zum externen Anschluss.
"Es war ein ganz klarer Unterschied"
Technische Argumente waren der Ausgangspunkt, entscheidend wurde jedoch der Hörtest. Dirk Räke von Transrotor ging dabei bewusst skeptisch in den Vergleich. Wie es zur Zusammenarbeit mit in-akustik kam und weshalb ihn die AIR-Technologie am Ende überzeugte, erzählt er im folgenden Gespräch.
Herr Räke, Transrotor ist vor allem für seine Plattenspieler bekannt. Warum hat sich das Unternehmen entschieden, auch eigene Tonarme zu entwickeln?
Wir haben über viele Jahre mit unterschiedlichen Tonarmen und Tonarmprinzipien gearbeitet. Dabei haben wir viel Erfahrung gesammelt – mit dem, was funktioniert, mit dem, was uns gefällt, aber auch mit dem, was wir anders machen würden. Vor einigen Jahren haben wir uns deshalb entschieden, die Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen.
Unser Ansatz war dabei nie, um jeden Preis ein exotisches Konzept zu entwickeln. Wir setzen lieber auf bewährte mechanische Prinzipien und bringen sie mit großem Aufwand auf den für uns optimalen Stand. Beim TRA 9 arbeiten wir deshalb mit einer klassischen kardanischen Lagerung in zwei Achsen und hochpräzisen japanischen Kugellagern. Diese werden selektiert und sorgfältig eingestellt, damit der Tonarm leichtgängig arbeitet, aber zugleich sicher und präzise geführt wird
Welche Bedeutung hat die Verkabelung in einem so präzisen Tonarmkonzept?
Eine sehr große. Der Tonabnehmer erzeugt ein extrem kleines und empfindliches Signal. Deshalb sollte der Signalweg vom Tonabnehmer bis zum Phono-Vorverstärker so konsequent und störungsarm wie möglich ausgeführt werden. Für uns war entscheidend, die Verkabelung nicht als nachträgliches Zubehör zu betrachten, sondern als Teil des gesamten Tonarmkonzepts. Die mechanische Präzision des Tonarms und die Qualität der elektrischen Signalführung gehören zusammen.
Wie kam es dann zur Zusammenarbeit mit in-akustik?
Wir kannten in-akustik und die AIR-Technologie natürlich schon länger. Irgendwann entstand die Idee, sich genauer mit der Verkabelung des Tonarms zu beschäftigen. Gerade beim Phonosignal sprechen wir über ein sehr kleines und damit empfindliches Signal. Da spielen Dinge wie die elektrische Auslegung des Kabels, Kapazität, Induktivität und vor allem auch die Abschirmung eine wichtige Rolle. Wir wollten deshalb wissen, was sich erreichen lässt, wenn man die Verkabelung konsequent auf dieses Umfeld abstimmt.
Was hat Sie an der AIR-Technologie besonders überzeugt?
Es geht nicht einfach nur darum, irgendwo Luft als Dielektrikum einzusetzen. Entscheidend ist die gesamte Konstruktion: die Geometrie, die Leiterführung und vor allem der definierte, gleichbleibende Abstand der Leiter über die gesamte Länge. Wir haben uns die Fertigung bei in-akustik selbst angesehen. Dann versteht man erst, welcher Aufwand dahintersteckt. Diese Struktur wird in Handarbeit aufgebaut, weil sie sich so nicht einfach mit einer herkömmlichen Maschine herstellen lässt. Genau diese Konsequenz in Konstruktion und Fertigung fanden wir sehr überzeugend.
Sie haben die Verkabelung anschließend selbst gehört. Mit welcher Erwartung sind Sie in diesen Hörtest gegangen?
Ich bin bei solchen Hörtests grundsätzlich sehr kritisch und habe mir vorgenommen: „Ich werde jetzt keinen Unterschied hören.“ Schließlich war ich mit dem vorhandenen Tonarm bereits hundertprozentig zufrieden. Der Tonarm klang hervorragend. Es gab also keinen offensichtlichen Mangel, den wir hätten beseitigen müssen.
Und was haben Sie tatsächlich gehört?
Es war ein ganz klarer Unterschied. Ich hatte den Eindruck, dass noch einmal mehr Ruhe da war. Gleichzeitig war der Aufbau offenbar unempfindlicher gegenüber äußeren Störquellen. Man konnte mit einer Störquelle vorbeigehen, ohne dass etwas passierte. Das hat mich selbst überrascht, weil ich diesen Unterschied zunächst gar nicht erwartet hatte. Danach war für uns eigentlich klar, dass wir die Zusammenarbeit weiterverfolgen.
Was ist für Sie das Besondere an dieser Kooperation?
Bei einem Tonarm geht es um Präzision in der Mechanik. Beim Kabel geht es um Präzision in der elektrischen Signalführung. Das sind unterschiedliche Bereiche, aber die Denkweise ist ähnlich: Man betrachtet jedes Detail und versucht, unnötige Einflüsse konsequent zu reduzieren. Wenn zwei Unternehmen diesen Anspruch teilen, entsteht eine Zusammenarbeit, die nicht konstruiert wirkt, sondern technisch Sinn ergibt.
FAQ: Tonarmkabel
Transrotor & in-akustik: AIR-Technologie für den Tonarm
Ein Transrotor-Tonarm wird mit einem AIR-Kabel versehen. Die Geschichte einer besonderen Kooperation – und eines überraschenden Hörtests.
Lautsprecherkabel - wann lohnt sich ein Upgrade?
Wann lohnt sich der Wechsel vom Beipackkabel zum hochwertigen Lautsprecherkabel? Wir zeigen, ab welcher Anlagengröße ein Upgrade sinnvoll wird und worauf es bei wirklich ankommt.
HDMI 2.2 - Was bringt der neue Standard
Lese in diesem Blogartikel, warum HDMI 2.2 zwar viel verspricht, für aktuelle Setups aber noch kein Muss ist – und weshalb hochwertige HDMI-2.1-Kabel heute oft die bessere Wahl bleiben.
10 Praxistipps im Umgang mit Kabeln
Welche technischen Faktoren spielen eine Rolle? Und wie findet man heraus, welches Kabel zur eigenen Anlage passt? Grundlagen und 10 praktische Tipps für die Auswahl und den Hörvergleich.
Hifi-Anlage richtig verkabeln
Die neuen HiFi-Kabel der S25-Serie bieten dir einen hochwertigen Einstieg in den High-End-Bereich. Erfahre, wie du mit passenden Materialien und sauberer Verarbeitung das volle Klangpotenzial deiner Anlage ausschöpfst.
Tonabnehmer: MM oder MC?
MM oder MC – zwei Tonabnehmer-Prinzipien, ein gemeinsames Ziel: bester Klang. Doch worin unterscheiden sie sich, und welches passt besser zu deinem Plattenspieler? In diesem Artikel klären wir, was wirklich zählt.
Das richtige HDMI Kabel
Finde das ideale HDMI-Kabel für dein Setup: Erfahre alles über Standards, Steckertypen, wichtige Features wie eARC & VRR sowie Tipps zur richtigen Länge und Handhabung für beste Bild- und Tonqualität! Ein Gastbeitrag von Raphael Vogt | lowbeats
Besonderheiten des Phonokabels
Welches Phonokabel ist das richtige? In diesem Artikel nehmen wir vor allem Einsteiger an die Hand und erklären, worauf es bei Phonokabeln wirklich ankommt und was sie von „normalen“ NF-Kabeln unterscheidet.